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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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21. Dezember 2010 2 21 /12 /Dezember /2010 07:29

Hallo Wolle,

 

Dein Wunsch, dass wir keinen Schnee mehr schippen müssen, das hat nicht geklappt. Kommt immer noch so einiges herunter und das Thermometer hängt in den Minusbereichen fest. Es wird wohl so ein Winter wie letztes Jahr – nur hat er vier Wochen früher begonnen. Hoffentlich geht es nicht wieder durch bis zum Frühlingsanfang Ende März.

Aber egal, es ist Winter, da fällt Schnee und es ist kalt, und das Wetter hat auch seine schönen Seiten. Immerhin haben wir ein Dach über dem Kopf und eine funktionierende Heizung. Das ist mehr als manch andere haben...

..aber eines will/muss ich nach dem Studium der heutigen Schlagzeilen noch bemerken:

Diese Pressemeldungen über den „Jahrtausendwinter“ - „Chaos am Flughafen“ - „Die Bahn ist überfordert“ etc pp, also das geht mir tierisch auf den Wecker!

„Ja, liebe Presse – ja, liebe Medien: Es ist Winter! Und da darf es auch kalt sein und da darf es auch schneien. Und da sind Bahn und Flughafen und auch Straßendienst, überlastet und sie schaffen es nicht mehr. Die Bahn schafft es selbst in Schönwetterperioden nicht, da darf es doch keinen überraschen, wenn die nicht durch Eis und Schnee kommen. Und ganz klar, vereiste Flugzeuge fliegen auch nicht gut. Meine Güte, das Land scheint laut Medien zusammen zu brechen, wenn nicht Hinz und Kunz übers Wochenende nach Malle zur Ballermannparty kommt. Oder Weihnachten zuhause, anstatt in Florida oder Bora Bora verbringen muß. Angeblich sind wir doch alle so auf Klimaschonung und Umweltschutz gepolt, oder gilt weiterhin der Spruch: „Zurück zur Natur, bloß nicht zu Fuß!“. Also, Mütze auf, Stiefel an und raus, den tollen Winter mit dem vielen Schnee genießen. Und wer Schneeschaufeln darf, spart sich auch noch das Geld für die Muckibude. Und freundlicher für die Umwelt, ist das allemal.

 

Nein Wolle, mit den Links hast Du es nicht übertrieben – es dauert nur so seine Zeit, sie durchzusehen. Sie waren, wie immer, sehr interessant. Bitte mache weiter mit den Links.

 

Wort des Jahres und Unwort des Jahres: Da würde sich doch anbieten, daraus das Thema „Der alternativlose Wutbürger“ zu machen. Ich sehe das Thema wirklich als „angesagt“ (so heißt es doch auf neudeutsch?) und für vollkommen in Ordnung, ja sogar als dringend notwendig, das der mündige Bürger – von der Politik allenthalben ja gewünscht, seine Meinung äußert. Denn, wie Du ja auch schreibst: Wir kriegen den Gürtel von oben immer enger geschnallt! Durch jahrzehntelange politische Misswirtschaft mit Steuergeldern ist jetzt kein Geld mehr da. Mindestlöhne, Hartz4Aufstocker (Deine Themen), Krankenkassenzuzahlungen, Rezeptgebühren, Praxisgebühr uvm. Gleichzeitig bekommen wir politische Großprojekte, die Milliarden verschlingen übergestülpt und verordnet. Ich denke, dass der Großteil der Bevölkerung durchaus damit zufrieden wäre, mit der Bahn pünktlich und mit Sitzplatz, von A nach B zu kommen. Da braucht es keinen Luxus-Schischi, den die meisten sowieso nicht bezahlen können. Und die Gelder, die man durch das Weglassen des überflüssigen Luxus spart, kann man dann z B für die Reparatur der kaputten Straßen verwenden. Und die Gelder die beim enger geschnalltem Gürtel „erwirtschaftet“ werden, möchte auch keiner in der Pharmaindustrie versickern sehen. Wie wäre es denn damit, sie in marode Krankenhäuser zu stecken? Krankenschwestern und Pfleger besser zu bezahlen? Die Schulen brechen den Kindern über den Köpfen zusammen. Soldaten – die Deutschland am Hindukusch verteidigen müssen – sind schlecht ausgerüstet und in den Heimatkasernen fällt der Putz von den Wänden.... usw usf. Also, meiner Meinung nach gibt es viele Möglichkeiten notwendiger Investition, da braucht es keine Luxus-Schischi-Projekte, die angeblich auch noch Arbeitsplätze schaffen. Die von mir beschriebenen notwendigen Arbeiten schaffen auch Arbeitsplätze – und zwar dauerhafte. Ich glaube, dass viele Menschen so denken und dies auch seit Jahren kundtun, nur hört keiner auf sie, denn sie tun es leise, friedlich und zivilisiert. Und wenn ich jetzt schreibe, „der Wutbürger ist alternativlos“, meine ich damit, das es an der Zeit ist, ganz laut zu rufen was uns nicht passt. Friedlich und zivilisiert wollen wir weiterhin bleiben – niemand will zerstörerische und gewalttätige Auseinandersetzungen. Wie so etwas aussieht, sehen und hören wir täglich in den Medien. Aber Politik soll uns Bürger endlich mal ernst nehmen und aufhören uns schamlos ins Gesicht zu lügen! Oder uns gar noch als Römische Dekadenz zu beschimpfen, wenn uns der verordnete enger geschnallte Gürtel schier die finanzielle Luft abdrückt. Und uns Bürger nicht nur alle vier Jahre an der Wahlurne ernst nehmen. Zwischen den Wahlen sind wir Bürger nämlich auch noch da. Und da laut Politiker-Aussage, Wahlversprechen sowieso nicht mehr ernstzunehmen sind... ja, bitte, liebe Politik, wie soll es denn gehen? Was muss Bürger denn tun, damit er wahr genommen wird?

Ich muss jetzt aufhören, sonst schreibe ich mich hier richtig in Wut...

Eigentlich könnte ich jetzt noch von Atompolitik, deren angebliche Sicherheit und Sauberkeit und Alternativlosigkeit uns seit Jahrzehnten eingeredet wurde, und tatsächlich und unglaublicher Weise immer noch, eingeredet wird. Ich möchte hier nur das Stichwort „Asse“ schreiben.......


… jetzt höre ich besser wirklich auf....


Eine Frage habe ich aber noch zum Thema: Wolle, weißt Du, wer diese 4 Prozent sind, die immer noch die Spaßpartei FDP wählen würden? Bitte antworte jetzt nicht, das wir so viele Hoteliers im Lande haben..

 

Alles in allem, Wolle, Du hast recht mit dem was Du über den „schlanken Staat“ schreibst. Und verzeih, wenn meine Vergleiche manchmal etwas hinken – wie der mit der GEZ und der Krankenversicherung. Du weißt sicher, wie ich es gemeint habe, nämlich so: Das Eine (Krankenversicherung) ist echte Solidarität – und das Andere, die neue Haushaltsabgabe Rundfunkgebühren, eine von der Politik uns eingeredete „alternativlose“ Solidaritätsabgabe.

 

Der Schnee hat Wikileaks für den Moment bedeckt. Aber sicherlich werden wir noch einiges zu lesen, hören und sehen bekommen. Denn diese Sache ist mit Sicherheit noch nicht vom Tisch. Und es wird noch einiges geben – denn die Menschen werden sich das Netz nicht kommentarlos beschränken oder gar wegnehmen lassen. Ich denke, das geht nur wenn einer den Stromstecker zieht – aber noch leben wir im „freien“ Westen, in einer Demokratie.....

 

es grüßt Dich Gisi

 

 

 

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Published by Gisi & Wolle
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Aufgelesen

Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams