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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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24. Januar 2014 5 24 /01 /Januar /2014 04:55

Daß Journalisten schon mal recht rüde mit Politikern umgehen, konnte man letztens beim Interview  von Marietta Slomka mit Siegmar Gabriel beobachten.
Mit dem Argument, kritischen Journalismus   zu fabrizieren, werden Politikern Meinungen und Absichten unterstellt, die auf äußerst penetrante Art  aus ihnen herausgelockt werden sollen. Zuweilen kommt das  sehr perfide rüber. Und Slomkas einstudierte Gesten suggerieren dem Zuschauer dann auch noch gewisse Gefühlsregungen, die Spott und Hähme erzeugen sollen.
Bei Lanz läuft es etwas anders ab. Sein Image des immer interessierten Moderators, der wegen seiner so aufmerksamen Art schon lange die bundesdeutschen Frauenherzen erobert hat, ist in der Skala der Oberflächlichkeit noch ein bißchen höher angesiedelt.
Da kann es auch bezüglich der Sachlichkeit seiner Fragestellung gerne  noch etwas gewöhnlicher sein.
So ist permanentes Nachfragen, um irgendwelche Nichtigkeiten aus dem Gegenüber heraus zu locken, schon zu seinem Markenzeichen geworden.
Aber bei dem Interview kürzlich mit Sarah Wagenknecht hat er sich deutlich verspekuliert. Schon viele haben versucht, dieser Frau etwas zu unterstellen. Sie mit unsinnigen Fangfragen  zu brüskieren. Und stets ging sie durch ihre Sachlichkeit und Kompetenz als Sieger, zumindest als Gewinnerin der Herzen, aus der Diskussion heraus.

Da Markus Lanz es diesmal besonders auf die Spitze getrieben hatte, weil er wohl um die Souverinität seines Gastes wußte, erregte er diesmal ein ganz besonderes Mißfallen beim Publikum. Das ging so weit, daß eine Zuschauerin sogar eine Petition gegen ihn anstrengte.

"„Raus mit Markus Lanz aus meiner Rundfunkgebühr!“ forderte sie und 100000 Menschen stimmten ihr in nicht mal einer Woche zu.

 

 

     P E T I T I O N 

 

 

Folgende Auszüge aus meinem Briefverkehr zu diesem Thema möchte ich kurz wiedergeben:


Wieso die S. Wagenknecht beim Lanz war, weiß ich auch nicht. Ich denke aber, es war ihr nicht bekannt, was das für ein A... ist.
Diese Journalisten Beckmann, Plasberg, Lanz... sind m.E. die Affen unserer neoliberalen politischen Elite. Von Erfolg und Wohlstand verwöhnte Menschen (Subj.), die sich als Werkzeug für das Niedermachen von alternativen Meinungen hergeben. Da das immer im Zusammenspiel mit Vertretern der Lobbygruppen oder auch Journalisten wie dem Jörges geschieht, kann man schon annehmen, daß alles schon eine recht planmäßige Denunzierung von Andersdenkenden ist. Bezeichnend ist da auch, daß diese Sendungen zu den besten Sendezeiten ausgestrahlt werden.

Der normale Zuschauer zieht sich nur an den schwachsinnigen Anzüglichkeiten der Moderatoren und Gäste hoch und bekommt gar nicht mit, was da abgeht.
Und so etwas nennt sich dann politische Diskussion. Oder sogar Debatte, wie man beim Focus lesen konnte.
 
"Sahra Wagenknecht und Markus Lanz sind immer wieder von einer besonders intensiven Auseinandersetzung geprägt… In der aktuellen Sendung ist die Debatte sicherlich auch an einigen Stellen schärfer geworden…“."

 

Meine Briefpartnerin zum Thema:

 
"... weil das TV das weitverbreitetste Informationssystem ist, das wir haben. Damit erreicht man die meisten Menschen. Und weil dies so ist, sollte man eigentlich meinen, das gerade die ÖR eine besondere Verantwortung haben. Nicht nur beim Jugendschutz – Krimi erst ab 20 Uhr in der Mediathek – sondern auch bei der Auswahl der Sendungen und der Moderatoren."


--------


Sollte...
Da aber die Politik die Ausrichtung der Sender mitbestimmt, mußte deren politische Streitkultur derart abdriften. Zum Belanglosen verkümmern.
Es war ja nicht immer so.


Aber je dreister die Politik gegen das Volk agiert, desto stärker werden auch die Kritiker angegangen.

 

 

In diesem Sinne hoffe ich auf noch viele Unterschriften und Petitionen. Auch wenn sie letztendlich nichts nützen.

 

U. Eden

 

Interessantes zum Thema auf den Nachdenkseiten.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=20257


 

Und hier im Blog unter "Aufgelesen" (oben rechts) sehr interessante Artikel zum Thema.
 

 

Die Petition liegt nun schon bei 205380 Unterzeichnern!


 

 


 

 

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Published by Gisi & Wolle
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Kommentare

Hans Grebin 01/24/2014 07:39


Der Herr Lanz gehört dann auch zu der Gruppe, die die Toleranz hoch loben, doch nicht daran denken, sie anerkennen - in der Praxis.

Aufgelesen

Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams