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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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26. Dezember 2010 7 26 /12 /Dezember /2010 12:22

 

Hallo Wolle,

 

ja, da hast Du wirklich kräftig und weit ausgeholt. Aber, manchmal muss man eben weit ausholen und kommt um nötige Erklärungen nicht herum. Und irgendwie gehören die nun folgenden Zeilen auch zu Deinem Thema der letzten email:


Gestern Abend, bei unseres Bundespräsidentens Wulff's Weihnachtsansprache, habe ich gemerkt, das Kirche und Politik nicht weit auseinander liegen. (Obwohl wir doch da eine starke Trennung per Gesetz haben) Da hat der Bundespräsident salbungsvolle Worte über die ehrenamtlich arbeitende Mitbürger von sich gegeben. Bevor ich weiterschreibe, möchte ich aber ausdrücklich sagen, das ich diese Menschen und ihr Engagement sehr schätze und in unserem, immer schlanker werdenden Staat für wertvoll, ja unerlässlich halte. Leider, muss man sagen, ist dass so. Eine Freundin von mir, wohnt in einem Sozialzentrum in Frankfurt – und ohne Ehrenamtliche, Zivis, EinEuroJobber und 400 Euro-Kräfte, wäre der ganze Laden schon zusammen gebrochen. Da kann man jetzt mal drüber Nachdenken....

 

Aber zurück zu Herrn Wulff und seiner Weihnachtsansprache. Da gibt der Mann doch, unter anderem folgendes von sich:

 

..Wulff fügte an: „Wer sich so engagiert, bekommt viel zurück. Ehrenamtliche leben übrigens auch länger.

 

Na, da hat es mich doch fast aus meinem Sessel geworfen. Also wirklich, da hört sich doch alles auf! Predigten gehören in die Kirche! Wie viel fehlt denn da noch, und Herr Wulff verspricht, Menschen, die es sich leisten können ohne Entgelt zu arbeiten, das Paradies!

Und am Ende der Rede, noch so ein Aufreger:

 

Im Weihnachtsbaum hier hängen Sterne, auf die Kinder ihre Wünsche geschrieben haben. Wissen Sie, was die meisten Kinder von ihren Eltern gern hätten? Mehr Zeit. Das wünschen sich meine Kinder übrigens auch. Nehmen wir uns die Zeit füreinander.“

 

Darauf hätte ich Herrn Wulff am liebsten geantwortet:

Gerne, Herr Wulff! Jederzeit! Ich bin begeistert von Ihrer Idee! Nur bitte, wer verdient in dieser Zeit das Geld für Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Klamotten, etc pp?“ Ja, und sehr gerne würde ich auch Ehrenamtlich Arbeiten, wenn ich es mir nur leisten könnte. Ein Soziales Jahr zusammen mit den Enkelkindern – Vorschlag von Familienministerin Köhler – kein Problem, wenn mir in dieser Zeit jemand Miete, Nebenkosten und Lebensmittel usw zahlt !

Vielleicht, Herr Wulff, sollten sie zusammen mit unseren Spitzenpolitikern doch noch einmal ganz ernsthaft über die Einführung einer Bürgerversicherung und eines Bürgergeldes nachdenken. Mit der Einführung einer solchen Zahlung, hätten wir schlagartig Zeit für unsere Kinder, Zeit um uns um unsere alten und kranken Angehörigen  und Freunde zu kümmern. Und wenn wir die nicht haben, kümmern wir uns gerne um soziale Projekte die der Unterstützung bedürfen.“

 

Meine Güte.......

 

Wolle, Du schreibst sehr richtig, das wir keine „Berufs- oder Dauernörgler“ sind. Stimmt. Nur leider, fahre ich immer aus der Haut und fange an zu schimpfen wenn ich mich von unserer Obrigkeit verschaukelt fühle. Diese Weihnachtsansprache von Herrn Wulff ist mal wieder ein gutes Beispiel. Wie soll man denn da still sein! Ich habe das Gefühl, ich werde noch lange Zeit schimpfen, wenn sich da nicht mal was ändert. Und leider sieht es ja nicht so aus.

so, und dabei belasse ich es jetzt einmal. Schließlich haben wir Weihnachten und wir sollen besinnlich sein und nicht dauernd schimpfen

 

lieber Wolle, auch Dir und Deinen Lieben noch einen schönen zweiten Feiertag

Gruß Gisi

 

 

 

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Published by Gisi & Wolle
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Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

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Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams