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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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9. November 2012 5 09 /11 /November /2012 04:00

Deutschland ist der Motor Europas. Und steht, wenn man der Regierung glaubt, wirtschaftlich blendend da. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtiefstand seit der Wende. Die Löhne steigen wieder. Und Exportweltmeister sind wir auch noch immer.

Also alles in Butter!


Mit solchen Erfolgsdaten können die Nachbar-, wie auch die anderen Staaten der Europäischen Union meist nicht aufwarten.

Wie auch?

Die Wackelkandidaten der Währungsunion werden durch  unsere "Eiserne Kanzlerin" mit ihrem Austeritätskurs, dem Spardiktat, inländisch ausgehungert. Die Milliarden aus dem Rettungsfond fließen allein an die Banken.

Und die Binnenwirtschaft  Spaniens, Griechenlands und anderer Länder ist durch Lohnkürzungen und andere soziale Einschnitte bei der Bevölkerung, nahezu zum erliegen gekommen.

"Also sollen die sich doch ein Beispiel an Deuschland nehmen, denn im (Außen-) Handel, liegt der Segen!" - könnte man erwidern.

Aber dem haben die Ratingagenturen einen Riegel vorgeschoben.

Die ganze Welt weiß, daß die gesamte Industrie, die Globalplayer, Unternehmen der Mittelschicht, wie auch kleine Handwerksbetriebe, heute nicht mehr ohne Kredite auskommen.

Sei es für die Vorfinanzierung von großen Aufträgen, für termingerechte Lohnzahlungen, weil die Zahlungsmoral vieler Kunden immer schlechter wird. Oder für nicht aufzuschiebende Investitionen, um  bei den Stückkosten gegen Fernost mit halten zu können.


Aber wie soll man Außenhandel betreiben oder ihn ankurbeln, wenn die finanziellen Mittel fehlen? Wenn Kredite nicht mehr bezahlbar sind?

Und die von den Ratingagenturen  künstlich hoch getriebenen Kreditzinsen kann auch kein sparendes,  ausgebeutetes Volk auffangen. Weil ja auch im eigenen Land die Kaufkraft enorm abnimmt.

Eine Zeit lang hatte die deutsche Industrie da noch gute Karten, weil sie Nutznießer war.

Aber da Export nur dauerhaft funktionieren kann, wenn die Abnehmer auch die finanziellen Mittel haben, um unsere Waren zu kaufen, stehen wir nun vor einer neuen Krise.

                                                    



Und genau wie der Euro nicht zur Ruhe kommt, weil Merkels Sparpolitik der absolut falsche Weg ist, wird auch die Wirtschaft wieder in eine tiefe Rezession hinein geraten.

Und irgendwann wird sich das Trugbild von der blühenden  Wirtschaft und von unserem so großen Wohlstand nicht mehr aufrecht erhalten lassen.

An den ja eh niemand mehr glaubt, wenn er am  letzten des Monats Kassensturz macht.
Nutznießer dieser ganzen Politik, die ja schon lange nicht mehr für die Menschen gemacht wird - Politiker sollen ja eigentlich in unserem Sinne und unserem Wohl dienen - sind allein die Finanzmärkte.

Und die können weiter schalten und walten, wie sie wollen.

                                                                                                                                                                                             Wolle

Schon 2011 ging es uns gut 

KeinMusterland!

 

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Published by Wolle
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Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams