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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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9. Januar 2014 4 09 /01 /Januar /2014 20:55

Deutschland geht es gut. So viele Menschen wie lange nicht in Arbeit. Deutsche so aufgeklärt wie nie. Umgedeutete Bankenkrise (Staatsschuldenkrise) in Deutschland durch Sozialabbau gemeistert.

Erfundener Facharbeitermangel als Werkzeug, um die Löhne in Deutschland noch mehr zu drücken. 

Diese Stichworte und viele mehr, gingen mir durch den Kopf, als ich folgenden Faktencheck von Sybilla in Gabrieles Politikforum las.
Und möchte ihn hier einmal wiedergeben.

 

 

 

Arbeitsmarkt November 2013

Pressemitteilung Nr. 400 vom 26.11.2013: Mehr Jobs, aber auch mehr Armut Datenreport 2013 erschienen

Also jetzt einmal ganz ehrlich, wir haben es doch alle gewusst, dass das „Jobwunder und die beachtliche Entwicklung am Arbeitsmarkt“ nur auf den Papier der BA und in den gleich klingenden Systemmedien oder in den Aufruf der deutschen Bischöfe zur Bundestagswahl stattfindet. Aber keinesfalls in der Realität in der Welt der fleißigen Menschen die jeden Tag früh aufstehen und jeden Tag 8 Stunden und mehr schwer arbeiten müssen. Viele von ihnen und ihre Familien leben in Armut oder sind von Armut bedroht.
Ein Mindestlohn von 8,50 €/Std. ab 2015 wird daran auch nicht viel ändern.

OECD prophezeit Geringverdienern Altersarmut - Geringverdiener in Deutschland müssen künftig mit so wenig Rente wie in kaum einem anderen Industrieland rechnen.

Pressemitteilung Nr. 380 vom 13.11.2013: Sozialhilfeausgaben im Jahr 2012 um 5,4 % gestiegen….20 % der Ausgaben wurden für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (gemäß 4. Kapitel des SGB XII) aufgewendet…

Spätestens jetzt fallen mit großer Wahrscheinlichkeit viele aus den rosaroten Wolken der „alles ist gut“ Medienwelt.

Gedanken zur Gegenöffentlichkeit - Jakob Augstein 30.10.2013 -Wenn wirklich Gefahr droht, schließen allzu viele Journalisten die Reihen fest um das System

Die Lage am Arbeitsmarkt laut BA Bericht November 2013 Seite 24

Die Fakten - Hilfequoten

3.5 Hilfequoten BA Bericht November 2013 Seite 24

Im November 2013 hat jeder zehnte Haushalt in Deutschland Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen (10,0 Prozent). Die Hilfequote der Bedarfsgemeinschaften hat sich damit gegenüber dem Vorjahresmonat nicht verändert. 9,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen unter 65 Jahren25 waren hilfebedürftig – und 8,1 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter. Sowohl die SGB II-Quote für alle Leistungsberechtigten als auch die Hilfequote für erwerbsfähige Leistungsberechtigte ist im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht angestiegen – und zwar um 0,2 bzw. 0,1 Prozentpunkte.


Hinzu kommen laut Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 3,1 bis 4,9 Millionen Betroffener in verdeckter Armut die keine Grundsicherung (ALG II) Hartz IV beantragen.

Fünf Millionen verzichten aus Scham auf Hartz IV

Fast jeder Sechste in Deutschland von Armut bedroht - Die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen in Deutschland ist 2011 gestiegen.

Wer Angesichts dieser Fakten von einen beachtlichen Abbau der Arbeitslosigkeit schwafelt wie das viele Medien aber zuletzt auch die deutschen Bischöfe in ihren Aufruf zur Bundestagswahl getan haben, ist entweder Ahnungslos oder Blind und Taub für die Realitäten in denen viele Menschen und ihre Familien (immerhin offiziell jeder zehnte) in Deutschland leben müssen. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs denn das ist die Aussage des offiziellen Arbeitsmarktberichts der BA.

In der gleich klingenden Presse lesen wir von Monat zu Monat:

Historischer Rekord weckt Optimismus Erstmals 42 Millionen Beschäftigte in Deutschland

Tja in der DDR waren alle irgendwie beschäftigt aber nur wenige waren zufrieden.

Arbeitsmarkt November 2013

Die offiziellen Zahlen des Pressediensts der BA im Detail betrachtet
Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA
Offizieller BA - Zahlenbericht für November 2013 Seite 50

November 2013 Leistungsempfänger mit Personen in Altersgrundsicherung 7.329.062 Personen Im Jahr 2012 erhielten 465.000 Personen Altersgrundsicherung
6.864.062 Leistungsempfänger 4)
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, , Sozialhilfe SGB XII…)
5.175.293 Personen müssen im November 2013 ALGI/ALGII Hilfeleistungen beziehen.
3.768.122 Personen sind laut offiziellen BA – Bericht unterbeschäftigt das sind laut BA - Bericht 8,6 %
2.806.143 + 54.663 Personen zum Vorjahresmonat werden nach § 16 SGB III als arbeitslos in der offiziellen BA Statistik erfasst.
Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im November 865.335 Personen Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik

*4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.

(Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.

3.1 Gemeldete Arbeitsstellen (BA – Bericht November 2013 Seite 11)
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen5 hat sich im November saisonbereinigt um 4.000 erhöht, nach +2.000 im Oktober und +3.000 im September. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im November auf 431.000 Arbeitsstellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 20.000 oder 4 Prozent, nach -29.000 oder -6 Prozent im Oktober. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 90 Prozent sofort zu besetzen.

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Published by Gisi & Wolle
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Aufgelesen

Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams