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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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29. Mai 2014 4 29 /05 /Mai /2014 08:46

Das Freihandelsabkommen TTIP ist seit Monaten in aller Munde. Und Chlorhühnchen, die eigentlich nur einen ganz kleinen ekelhaften Randbereich dieser Geschichte abdecken, werden von den Gegnern gerne als Aufmacher für ihre Argumentation ins Feld geführt.
Klar, Ekel kommt an. Aber berühren die hunterttausende Tonnen an radioaktivem Wasser, die von Tepco ab sofort ins Meer entsorgt werden, die Menschen in unseren Breiten?
Da ignoriert man schon mal, daß die Weltmeere ja eigentlich miteinander verbunden sind. Daß an der Küste Amerikas und Kanadas massenweise radioaktiv verseuchte Fische gefangen werden. Und daß man nicht mehr weiß, woher der Fisch in unseren Geschäften heute kommt, kratzt auch niemanden.
Aber über Chlorhühnchen mokiert man sich.
Mehr als eine Alibi- Funktion der gedankenlosen Menschen ist das also nicht.
 
Die Politiker heben die Vorzüge des Freihandelsabkommens hervor, stellen (was auch sonst) die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Vordergrund. Parallel dazu aber auch einen noch gigantischeren Import von günstigeren Handelsgütern. Als ob wir das mit der Argumentation zur Globalisierung nicht schon mal gehabt hätten.

Und was haben wir nun davon? Wohlstandsschrott, der über die ganze Welt zu uns gekarrt wird. Fragwürdige Lebensmittel aus der ganzen Welt, die in Konkurrenz zur heimischen Landwirtschaft stehen.
Die Schaffung einer neuen Bevölkerungsschicht als Effizienzpuffer der Industrie. Arbeitssklaven, die auf Gedeih und Verderb den Unwägbarkeiten der Wirtschaft ausgeliefert sind. Die sich nur noch mit fressen und arbeiten am Leben erhalten. Am öffentlichen Leben aber mangels Masse nicht mehr teilhaben können.
Opfer der Globalisierung, des Konkurenzkampfes mit Billiglöhnern aus Asien und vermehrt auch aus Afrika.  Verlierer einer Leistungsgesellschaft, deren einziges Kalkül es ist, für sich selbst das beste heraus zu holen.
 
An vorderster Front natürlich die Konzerne und die Banken. Aber das hat längst übergegriffen auf die gesamte Wirtschaft in unserem Land und ist auch beim einzelnen Menschen angekommen.
Das höchste Gut des Weltbildes Kapitalismus ist nun mal das Geld.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, daß Politiker heute unverblümt von der Relevanz der Märkte reden können. Ein beliebtes Statement von Merkel ist, daß man die Märkte nicht verunsichern darf.

Da werden natürlich auch beim Freihandelsabkommen die Vorteile  der Wirtschaft klar hervor gehoben.
"Denn wenn der Handel blüht, haben schließlich alle einen Nutzen davon!"

Früher war der Brunnen im eigenen Garten ein Luxus, der erstrebenswert war. Heute möchte man den Menschen suggerieren, daß eine Gasgewinnung hinter dem Haus doch auch etwas wäre, das uns unabhängiger und freier, ja glücklicher machen würde. Schließlich kommt Wasser heute ja eh aus dem Hahn.


http://www.neopresse.com/wirtschaft/es-war-einmal-die-schoensten-maerchen-ueber-ttip/
 

Schnick Schnack Schnuck

 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=Ljxv-yFBPQ8

 

 

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Aufgelesen

Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams