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17. Oktober 2013 4 17 /10 /Oktober /2013 11:41

Die Glückssucht der Deutschen

Eigentlich ist Angela Merkel ja gar nicht wiedergewählt worden. Nach ihrem seltsamen Mehrheitsverständnis vielleicht. Aber real betrachtet hat RotRotGrün mehr Zustimmung bekommen.
Und ganz real, wenn man die Nichtwähler, die sich ja auch gegen Merkel entschieden haben, mit einbezieht, schwindet ihre Akzeptanz beim Volk noch mehr.
Aber so sehen die Politiker das natürlich nicht. Und die SPD scheint es so zu sehen, daß es einfacher ist, ein bewährtes System weiter zu  führen, als sich jetzt gegen die Volksmeinung zu stellen und sich wieder mehr aufs soziale zu besinnen.
Denn das wären ja schließlich Umwälzungen, mit denen sich Deutschland gegen die schon arg zementierte neoliberal- kapitalistische Weltordnung stellen würde.

Zwar würde es weltweit Aufsehen erregen, wenn in Deutschland nun der Wind eher für die Menschen weht als für den Mammon. Es würde uns sogar wieder einiges an Akzeptanz einbringen.
Aber welches Land ist bereit, dem neoliberalen und kapitalistischen Saatgut, das gerade Deutschland in den letzten Jahre gesäät hat, nun plötzlich wieder den Rücken zu kehren?
Wer unter den Menschen im Deutschen Volk ist gewillt, vom Zug des ewigen Wachstums abzuspringen? Vom hektischen Egoismus- Trip zur Menschlichkeit und persönlichen Zufriedenheit  umzusatteln?
Ich denke, dafür sind die Sinne der Deutschen zu sehr verklärt und mit einem fehlerhaften egoistischen Glücksverständis behaftet.

Man könnte den Gedanken der Sekte Angelas sehr gut auch noch auf diesen Bereich ausweiten. Denn dieses Lebensmodell von Egoismus und ständig steigendem Profit, von Geld als alleinigem Glücksspender, führt ja für immer mehr Menschen eher in eine Sackgasse, als zur persönlichen Zufriedenheit

Wenn Gauck das sicher auch aus einem anderen Tenor heraus meint, ist das mit der Glückssucht der Deutschen aber doch irgendwie treffend.
Nur ist anzuehmen, daß dieser Mann nicht den Anflug des Verstehens davon hat, was der Mensch eigentlich zum Leben braucht.
Wahrscheinlich hat ihn sogar einer seiner Redenschreiber auf die Glückssucht der Deutschen gebracht. Und er liebt ja ganz besonders schwülstige Worte, die man nicht näher zu erläutern braucht.

Ein politischer Wechsel in Deutschland mit zutun der Linken muß ja zwangsläufig auch mit einem Gesinnungswechsel im Volk einher gehen.
Und ob sich das so weit umpolen läßt, ist die Frage.
Zudem wollen große Teile der SPD das Volk gar nicht umpolen.
Was sie von Merkel unterscheidet.
Sie wollte und hat!

Ich denke, die Zeiten für eine soziale, allen Menschen gerechte, Politik stehen schlecht.
Und wenn man den wirtschaftlichen Niedergang, den Hunger der Massen einer oder mehrerer Nationen als primären Grund für die vergangenen Kriege nimmt, dann wird die Menschen wohl auch erst ein solcher zum überdenken ihrer Ausrichtung bringen.

 

U.E.

Dazu auch lesenswert:

 http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/mark-fisher-kapitalistischer-realismus-ohne-alternative-a-928145.html




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Published by Gisi & Wolle
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Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams