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  • : Man denkt, man versteht die Welt nicht mehr, wenn man sich heute die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet. Sind wir alle der Spielball von Politikern, Unternehmern, Institutionen? Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet. Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
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22. Dezember 2010 3 22 /12 /Dezember /2010 16:07


Hallo Gisi,

 

ich muß kurz mal eine Mail dazwischen schieben...


Wenn man die Medien in den Tagen vor Weihnachten so beobachtet, könnte man meinen, zumindest den vagen Eindruck bekommen, daß der Widerstand wächst, ja daß sich die Zustände in unserem Lande verändern.

 

Sicher, es begehren immer mehr Menschen gegen unsere korrupte Demokratie auf, stellen sich gegen den Euro und fangen an, ihren Mißmut auszudrücken.
Ich hatte kürzlich ja Zweifel bekundet, daß sich dieses Aufbegehren bei den meisten Menschen allein im Internet niederschlägt.
Daß die Deutschen zu gemütlich, zu eingeschüchtert oder ganz einfach noch zu faul sind, auf die Straße zu gehen.


Wenn man sich aber die Geschehnisse um Lidls Mindestlohnforderungen, um den Widerstand gegen v.d. Leyens HartzIV Almosen- Aufstockung und die immer lauter werdenden Stimmen der Bürger, wenn es um die Volksverarsche durch die Politik geht, der immer mehr Druck entgegengestellt wird, betrachtet, könnte man schon annehmen, daß sich etwas tut.

 

Aber wollen wir mal hoffen, daß sich das nicht im Sand verläuft – und nach Weihnachten plotzlich wieder alles beim Alten ist. 

 

Die Geschehnisse um die Lidl Forderung haben mich veranlaßt, das Thema hier einmal aufzugreifen.
Nach einem Spiegel- Online Artikel, der mich mal wieder auf die Palme gebracht hat, muß ich das hier einfach ansprechen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,735912,00.html


Schon in der Überschrift wird Lidls Forderung, den  Mindestlohn im Einzelhandel auf 10 Euro fest zu schreiben, als
„Lidls List mit dem Mindestlohn“,

bezeichnet. Und so gehts auch gleich weiter mit: “Ausgerechnet Lidl fordert ...“

Dabei ist es absolut bemerkenswert, daß sich überhaupt einmal einer der führenden Wirtschaftskonzerne in Deutschland zu diesem Thema äußert. Aber es wird gleich nachgehakt:

„... dass der skandalträchtige Discounter Lidl einen (so hohen) Mindestlohn fordert, scheint so unglaublich, als würden Deutschlands Energiekonzerne die Abschaffung von Atommeilern verlangen.“.

Anhand der viel zu hohen HartzIV Sätze, wie uns die Regierung ständig weis zu machen versucht, scheint dem Spiegel die Realität abhanden gekommen zu sein.

Denn daß man heute selbst mit 10 Euro Stundenlohn keine Familie ernähren kann, das scheinen sie zu ignorieren.

So verwerflich das ausspitzeln von Mitarbeitern  in den Unternehmen ist, so ist es dennoch ein ganz anderes Thema, als der Mindestlohn.

Aber wie kann sich so eine Firma erdreisten, mehr zu fordern, als sich selbst die Gewerkschaften trauen???

„Da muß System (oder eben eine List) hinter stecken!“

Und der Vergleich mit den Energiekonzernen ist der absolute Witz.

Daß die sich wohl schon länger auf Lidl eingefahren haben, zeigt die Sonderseite über den Discounter.


http://www.spiegel.de/thema/lidl/

Für viele dieser Vorgänge könnten wohl auch andere der großen Discounter und Firmen im Non Food Bereich stehen.
Denn Bespitzelung ist da heute an der Tagesordnung.
Man muß die Mitarbeiter heute unter Druck halten, um sie auszunutzen. Denn verunsicherte und  eingeschüchterte Mitarbeiter sind gute (Sklaven) äh  Pardon: Mitarbeiter.
Sie sind immer freundlich zum Kunden, gehen für den Arbeitgeber auf die Straße. Sogar gegen die Gewerkschaften und die Medien.

Sie lassen sich gerne Urlaubstage streichen, arbeiten mehrere Stunden pro Woche kostenlos, wenn der Preisdruck der Konkurrenz zu groß und ihre Stelle dadurch gesichert ist.
Das ist heute gängige Praxis im Einzelhandel.


Und das machen sie in der Regel alle!


Nur werden neben dieser Praxis eben meist auch noch Löhne gezahlt, die eine absolute Schande sind.
Und das ist bei Lidl eben nicht der Fall.

 

Bezüglich der Hartz IV Aufstockung und wie es mit dem Euro weitergeht, lassen wir uns mal überraschen.


Frau V.d. Leyen will nun ja nachbessern und die Politiker haben sich auf EU- Ebene kürzlich ganz zuversichtlich ausgesprochen, daß  Euroland sicher ist.
Nur hat man da leider nicht viel von Spanien gehört, dessen Volkswirtschaft völlig am Boden ist.

Und da geht es um eine Größenordnung, gegen die Griechenland und Irland ein Fliegenschiß ist...


Auf deine andere Mail antworte ich Dir noch.

Ich möchte noch anmerken, daß  außenstehende Leser, sollte es die geben, ;)  nun die Möglichkeit  haben, ihre Meinung in Form von Kommentaren einzubringen.

Gruß Wolle

 

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Published by Gisi & Wolle
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Aufgelesen

Falsches Spiel mit tunesischen Pflegeschülern

 

http://www.nachdenkseiten.de/?p=18340#more-18340

Weisheiten

„Die Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich hingenommen."


Arthur Schopenhauer

Ein Kreuz für die Demokratie

"Heißa, es ist Wahltag." wird die Zeitung fürs Fußvolk der Demokratie wohl einen Tag vorher in ihrer bundesweit kostenlosen Ausgabe als Aufmacher liefern.
Und die Mutti der Nation wird uns auf ihre gewohnt zurück haltende Art auf Seite 1 entgegen lächeln.
Das mag der Deutsche!
Denn was nützt ein Strahlemann von Bundeskanzler, der sein Volk verrät und sich dann an die Oligarchen verdingt?
Da ist einem eine Frau, ein Mensch wie du und ich, schon lieber. Zudem eine Frau mit Durchblick, die weiß, was am besten fürs Deutsche Volk ist. Die sich nicht beirren läßt, wenn es um den Deutschen Aufschwung geht und sich auch nicht davor scheut, Tacheles zu reden, wenn es um den Preis für blühende Märkte geht.
Ja, die Deutschen lieben diese Frau, die sich aus der Uckermark aufmachte, um im Westen dem Wohle des Deutschen Volkes zu dienen. Und für blühende Landschaften zu sorgen.
Und das tolle, diese blühenden Landschaften wird es bald Europa- weit geben: Mutti hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Werte nicht für sich zu behalten, einem einzigen Land zu vermitteln.
Denn Deutschland ist jetzt Europa und Europa Deutschland. Und wer eine Währung hat, hat auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Geldpolitik!
Hat Verantwortung für alle im Verbund.
Und auch für diese ethischen Maßstäbe lieben wir sie.
Wer böse war und immer über seine Verhältnisse gelebt hat,, muß dann auch mal sparen.
Aber die jungen Menschen in diesen Ländern verstehen sicher, daß ihre Zukunftsperspektiven momentan gerade mal nicht so gut sind.

Denn am Ende warten ja die blühenden Landschaften.

 

 Man wird unschwer meinen Zynismus aus diesen Zeile heraus gehört haben. Zumindest der Leser, der  etwas kritischer durchs Leben geht, als die Allgemeinheit. Der eher hellhörig als hörig die ganzen Ereignisse dieser Tage in Politik  und Wirtschaft betrachtet.
Denn das Märchen von Mutti, das sicher durch ihren Vergleich mit der schwäbischen Hausfrau im Jahre 2008 entstanden ist zeigt, daß oft gesagtes irgendwann zur Realität für die Menschen wird.
Und mir kommt es vor, als wenn das in Deutschland recht fix geht. Denn wie kann es angehen, daß diese Frau von den Deutschen völlig außerhalb ihre Wirkungsraumes und abgetrennt von der Partei und deren agieren, wahrgenommen wird?
Einige werden die Antwort kennen.
Wer nicht, sollte sich einmal meine Gedanken zu den Wahlen im Folgenden durch lesen.

 

Wahlen in Zeiten des Mainstreams