Man denkt, man versteht die Welt
nicht mehr, wenn man sich heute
die Gesellschaft, die Politik, das Arbeitsumfeld und vieles mehr betrachtet.
Sind wir alle der Spielball von
Politikern, Unternehmern, Institutionen?
Über diese und andere Gegebenheiten unserer Tage wird hier berichtet.
Wir möchten Interessierte einladen, uns bei unseren Gedanken über die Politik, Meinungsmache, Korruption uvm. zu begleiten.
Deutschland ist der Motor Europas. Und steht, wenn man der Regierung glaubt, wirtschaftlich blendend da. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtiefstand seit der Wende. Die Löhne steigen wieder. Und Exportweltmeister sind wir auch noch immer.
Also alles in Butter!
Mit solchen Erfolgsdaten können die Nachbar-, wie auch die anderen Staaten der Europäischen Union meist nicht aufwarten.
Wie auch?
Die Wackelkandidaten der Währungsunion werden durch unsere "Eiserne Kanzlerin" mit ihrem Austeritätskurs, dem Spardiktat, inländisch ausgehungert. Die Milliarden aus dem Rettungsfond fließen allein an die Banken.
Und die Binnenwirtschaft Spaniens, Griechenlands und anderer Länder ist durch Lohnkürzungen und andere soziale Einschnitte bei der Bevölkerung, nahezu zum erliegen gekommen.
"Also sollen die sich doch ein Beispiel an Deuschland nehmen, denn im (Außen-) Handel, liegt der Segen!" - könnte man erwidern.
Aber dem haben die Ratingagenturen einen Riegel vorgeschoben.
Die ganze Welt weiß, daß die gesamte Industrie, die Globalplayer, Unternehmen der Mittelschicht, wie auch kleine Handwerksbetriebe, heute nicht mehr ohne Kredite auskommen.
Sei es für die Vorfinanzierung von großen Aufträgen, für termingerechte Lohnzahlungen, weil die Zahlungsmoral vieler Kunden immer schlechter wird. Oder für nicht aufzuschiebende Investitionen, um bei den Stückkosten gegen Fernost mit halten zu können.
Aber wie soll man Außenhandel betreiben oder ihn ankurbeln, wenn die finanziellen Mittel fehlen? Wenn Kredite nicht mehr bezahlbar sind?
Und die von den Ratingagenturen künstlich hoch getriebenen Kreditzinsen kann auch kein sparendes, ausgebeutetes Volk auffangen. Weil ja auch im eigenen Land die Kaufkraft enorm abnimmt.
Eine Zeit lang hatte die deutsche Industrie da noch gute Karten, weil sie Nutznießer war.
Aber da Export nur dauerhaft funktionieren kann, wenn die Abnehmer auch die finanziellen Mittel haben, um unsere Waren zu kaufen, stehen wir nun vor einer neuen Krise.
Und genau wie der Euro nicht zur Ruhe kommt, weil Merkels Sparpolitik der absolut falsche Weg ist, wird auch die Wirtschaft wieder in eine tiefe Rezession hinein geraten.
Und irgendwann wird sich das Trugbild von der blühenden Wirtschaft und von unserem so großen Wohlstand nicht mehr aufrecht erhalten lassen.
An den ja eh niemand mehr glaubt, wenn er am letzten des Monats Kassensturz macht. Nutznießer dieser ganzen Politik, die ja schon lange nicht mehr für die Menschen gemacht wird - Politiker sollen ja eigentlich in unserem Sinne und unserem Wohl dienen - sind allein die Finanzmärkte.
Und die können weiter schalten und walten, wie sie wollen.